Immer mal wieder taucht die Frage auf, ob es möglich sei, mit Hypnose unliebsame Erinnerungen oder andere mentale Inhalte zu vergessen. Wer schonmal eine Showhypnose gesehen hat, kennt vermutlich das Phänomen, dass Menschen ihren Namen oder bestimmte andere Wörter nicht mehr aussprechen können.
Ob es möglich ist, mit Hypnose etwas zu vergessen, ist damit ersichtlich. Es fragt sich nur, wie lange so ein Effekt anhält. Kommt die Erinnerung irgendwann zurück?
Mit Hypnose vergessen ist so, als wollte man den Hausmüll dadurch entsorgen, indem man ihn in einen Tresor einschließt.
Wie genial wäre es, wenn es möglich wäre, die Angst einfach so für immer auszuschalten, oder? Oder die Trauer, die Wut, die Sorgen? Wie einfach wäre das Leben oder etwa doch nicht?
Nun, wenn es möglich wäre, dass Hypnose so etwas sinnvoll bewirken könnte, ist anzunehmen, dass es längst zigfach angewendet worden wäre. Wie sehr wünschen sich nicht viele Menschen endlich von ihren emotionalen Leiden einfach erlöst zu werden?

Manchmal möchte man einfach vergessen oder hilft es sich, auf das zu konzentrieren, was für einen wirklich wichtig ist?
Dinge unter Hypnose völlig zu vergessen ist nicht funktional
… denn sie kommen wieder, wie Zombie-Gedanken aus irgendeinem Abstellraum. 😉 Plopp! Da sind sie, wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann. Nein, ernsthaft: So sehr man versucht, bestimmte Dinge zu unterdrücken, desto eher ist es wahrscheinlich, dass sie in unpassenden Tatsachen dennoch auftauchen, und dann führt das selten zu wünschenswerten Ergebnissen.
Hypnose kann zwar wirklich beeindruckende Dinge in einem bewirken. Man kann es schaffen, mit dem Rauchen aufzuhören, man kann es schaffen, seine Schüchternheit zu überwinden, man kann an ganz feinen Stellschrauben drehen – aber es gilt dabei immer zu beachten, auf welche Weise es sinnvoll wäre, dies zu tun?
Mit Hypnose Dinge zu vergessen ist eine schwierige, nicht nachhaltige Vorstellung
Schwierig ist sie deswegen, weil kein großes mentales Mitwirken erforderlich ist. Stell dir vor, dass du nicht mehr rauchst. Okay. Was für eine Vorstellung hast du jetzt? Dematerialisiert sich die Fluppe in deiner Hand? Wusch! Stellst du dir überhaupt etwas konkretes, visuelles vor?
Je mehr du mental mitwirkst und dich auf etwas einlässt, desto besser ist die Chance, dass sich tatsächlich etwas in dir verändert, etwas nachhaltig verwurzelt wird in dir.
Ein anders Beispiel: Wäre eine einzeilige Zusammenfassung der Story vom Herrn der Ringe für dich ausreichend, um dich emotional mit diesem Werk zu verbinden? „Frodo wirft den Ring ins Feuer.“ Oder würdest du hierfür vorziehen, das Werk komplett zu lesen?
Die Antwort ist auch für dich sicher eindeutig. 😊

Bis etwas wirklich verschwindet, kann es ganz schön lange dauern…
Vergessen ist gut, integrieren und wachsen ist besser
Ich will gar nicht groß darauf eingehen, dass negative mentale Inhalte, welcher Form auch immer, stets dazu anregen, sich weiterzuentwickeln. Oft zieht man ja eine wegweisende Konsequenz aus negativen Erlebnissen. Und bei dieser Konsequenz kann Hypnose sinnvoll helfen.
Es ist also immer gut, wenn man erkennt, welche positive Konsequenz eine Sache von einem will. Es ist sowieso eine gute Sache, wenn man überlegt, wie man eigentlich leben will.
Und dabei ist es wichtig, voll anzuerkennen, dass schlechte Erlebnisse, unliebsame Verhaltensweisen, etc. eine mögliche Ausdrucksweise des Lebens sind. Die eigenen Gefühle sollten entdiskriminiert werden, d.h. egal was dir gerade an die selbst auf den Keks geht, erkenne erstmal, dass es einfach da ist und dass es einen Grund dafür gibt und dass es kein Tabu ist, so etwas zu haben.
Und davon ausgehend kann man die Reise antreten zu dem State of Mind, zu der inneren Einstellung, zu der neuen, wünschenswerten Verhaltensweise.
Problemorientierung kontra Lösungsdenken – ein alter Hut
Beispiele:
Wenn man oft niedergeschlagen ist und sich daher sehnt, auch mal wieder positiver zu denken, dann ist genau das, worauf man seine Aufmerksamkeit richten sollte.
Wenn man raucht und mit dem Rauchen aufhören will, kann man sich vorstellen, wie es ist, Nichtraucher zu sein und zwar ausführlich und ausgeschmückt: Saubere, duftende Kleidung, mehr Kondition beim Sport, Attraktivität, mehr Durchhaltevermögen, bessere Konzentration, usw.
Wer eine schlechte Erfahrung vergessen will, vielleicht eine Trennung, ist ebenso angehalten, sich zu fragen, was eigentlich sein soll.
So entfernt man sich von der Problemorientierung hin zur konstruktiven Lösung.
Das kennst du vermutlich alles. Und ganz oft kommt an dieser Stelle der Einwand, dass das halt unendlich schwierig sei, von einem negativen Mindset in ein zuversichtliches, hoffnungsvolles und konstruktives zu wechseln. Dieser Sprung von kalt zu warm ist unendlich schwer.
Klar, natürlich. Daher ist hier Hypnose richtig sinnvoll. Damit kannst du dein Unterbewusstsein nämlich Schritt für Schritt auf den von dir gewünschten Flow einstellen. Hier ist Hypnose eine echte, sinnvolle Hilfe und Unterstützung.
Fazit: Sinnvoll ist es, mit Hypnose in die Richtung zu wirken, die du eigentlich haben willst. Wenn du dir eine Waage vorstellst, wäre es so, als würdest du ein paar Gewichte auf die Seite legen, die du favorisierst – so kommst du nach und nach ins Gleichgewicht. Wenn du dann weiter machst, kannst du dein Mindset in die von dir gewünschte Richtung ausbauen. Das Negative dabei zu vergessen ist dabei völlig unnötig oder mit anderen Worten: Es hilft nichts, wenn du einfach nur alles negierst, was du nicht haben willst, wenn du nicht gleichzeitig förderst, was du eigentlich haben willst.
Ich hoffe, ich konnte dir einen guten Gedanken zuwerfen. Hinterlasse mir gern einen Kommentar und schau dich um, ob dir eine Hypnose Suite unseres Shops zusagt, genau das zu erreichen, was dir gerade vorschwebt.

Hinterlasse einen Kommentar