Was tun bei Stagnation!? „Sei dir bewusst, dass Pausen und Phasen dazugehören, in denen du absolut keine Lust auf Veränderung hast. Veränderung selbst ist nämlich, selbst dann, wenn sie absolut positiv ist, fordernd!“
Das habe ich im letzten Artikel geschrieben und kann dem auch nur wenig hinzufügen. 😉 Es wäre auch völlig pathetisch, daraus eine Lebensweisheit zu stricken, z.B. „Regel 39: Mach auch mal Pause, wenn nichts mehr geht oder wenn dir danach ist!“ Ich weiß, Leute verkaufen damit Lebenshilfe-Ratgeber ohne Ende.
Dennoch ist der Umstand, dass es so etwas gibt wie Stagnation durchaus interessant und dazu wurde auch bereits sehr viel geforscht. Wenn ich immer meinem Plan folge, wenn ich engagiert, ehrgeizig und motiviert genug bin, diesen Plan durchzuziehen und wenn mir zusätzlich noch auffällt, dass alles funktioniert, was ich mache, dass ich mich weiterentwickle usw., dann ist es völlig unlogisch, wenn dieser Lauf plötzlich ohne erkennbaren Grund abbricht.
Es ist dann so, als hätte man zufällig in enorm starken Sekundenkleber getreten. Nichts geht mehr, in keine Richtung. Es sei denn, man zieht die Schuhe aus.
Wenn wir stagnieren, ordnen wir das Geschehene
Es kann aber auch sein, dass wir in diesen Phasen das bisher erlebte verarbeiten – übrigens ohne, dass wir das bewusst mitkriegen – komische Sache, dieses Unterbewusstsein!
Aber so passiert es auch im Schlaf – wir tanken neue Kraft, ohne dass wir das im Einzelnen mitkriegen. Bewusstsein würde dabei nur stören. Du kennst das vielleicht von der Tankstelle. Dein Pkw hat Sendepause. Wenn du dein Auto tankst und an der Kasse bezahlst, ist das ein völlig simples mentales Skript, dass du nicht wirklich Bewusstsein dazu brauchst. Oder hast du schonmal bewusst wahrgenommen, wie dein Tankwart aussieht? Ich glaube, das steht in engem Zusammenhang mit unserem verantwortungslosen Umgang mit fossilen Brennstoffen – ist nur ne Theorie … und auch kein gutes Beispiel. Weiter!
Stagnation ist so vorhersehbar wie die nächste Parkbank im Wald
Der Trick, wie schon tausendfach angemerkt, besteht darin, die Stagnation als ganz natürlichen Vorgang anzunehmen. Die tricky Frage dabei ist: Wie zur Hölle Stagnation überwinden? Man will ja verständlicherweise weiterkommen und nicht pausieren.
Das funktioniert nur, indem man sich bewusst macht, dass Pausen einen Wert in sich haben und zwar immer schon, weit vor dem stagnierenden Moment. Also immer.
Hier die Top 3 der Stagnations-Crasher:
- Fang heute an, dir bewusst Pausen in deinen Tag einzuteilen. Mach in diesen Pausen einfach gar nichts, leg dich auf die Couch oder, wenn das nicht klappt, mach zumindest etwas völlig anderes als das, was du sonst tust, geh einem eskapistischen Hobby nach, lerne die DFB-Pokalsieger seit 1935 auswendig oder zähle die Tauben, die binnen 10 Minuten an deinem Fenster vorbeifliegen. Null? Guter Schnitt!
- Bist du in einer Phase, in der gerade nichts läuft, nichts geht und du nicht weiterkommst, setze dir einen Termin (beispielsweise in einer Woche), an dem du deine Arbeit wieder aufnehmen willst – sofern das die Umstände erlauben – und gönn‘ dir eine Woche Urlaub. Auch hier kann ein Hobby den Einstieg erleichtern.
- Schreibe auf, was du bisher geschafft hast, deine Erfolge, vielleicht eine Art Timeline mit Milestones. Freue dich über das, was du bereits erreicht hast. Nimm dir Zeit, bewusst zu reflektieren. Halte ganz bewusst fest, was du schon erreicht hast.
Ich weiß, dass ist alles nicht leicht. Daher ist der ultimative Tipp ohnehin der, dass du dir angewöhnst, regelmäßig Pausen zu machen. Im Leistungssport gibt es auch Regenerationsphasen, sie gehören genauso dazu, wie das Training. Warum sollte das nicht für alle anderen Lebensbereiche auch gelten?
Jetzt wirst du vermutlich denken: Okay, alles, was ich erfahren durfte, war, dass ich mal Pause machen könnte. Ja! Aber was noch wichtiger ist: Jemand muss es sagen, dass Pause wertvoll ist.
Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Artikel etwas helfen.
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