… auch dann, wenn es mal nicht so läuft. Positives Denken im Alltag – hier kommen ein paar Tipps.

1. Mache dir bewusst, dass es auf deinen Fokus ankommt

Negative Erlebnisse, aktuelle Stresssituationen usw. haben die Tendenz unsere Aufmerksamkeit wie ein Magnet anzuziehen. Irgendetwas ist nicht in Ordnung und braucht diese Aufmerksamkeit. Du kennst das vielleicht von deinem Computer. Irgendein Programm braucht ein Update und es poppt ständig irgendeine Warnung, Fehlermeldung oder ein Hinweis auf. Eine gute Nachricht ist: Du bist nicht dein Computer. Du brauchst die Fehlermeldung nicht nur weg-x-en, du kannst sie unter sinnvollen Aspekten bewerten. Kann ich das Problem jetzt lösen? Wenn nein, dann ist es sinnlos, sich ständig damit gedanklich zu beschäftigen. Was ist sinnvoll? Sinnvoll ist, dass du deine Aufmerksamkeit nicht von negativen Dingen „steuern“ lässt. Ordne Probleme ein, kategorisiere, hierarchisiere sie. So kommen sie für dich in einen Kontext, der dir erlaubt, wieder mehr Ressourcen freizubekommen. Und dann lenke deine Aufmerksamkeit selbst wieder auf das, was du jetzt tun kannst, tun willst und was in deinem Plan sinnvoll ist.

2. Positiv denkt, wer positives tut.

Stelle dir das negative und das positive Denken wie zwei gefüllte Waagschalen vor. Wenn die negative Seite zu voll ist, versuche Dinge auf die positive Seite zu packen. Dinge? Nun, das sind primär Handlungen, die dir ein gutes Gefühl geben. Dinge, wie Konsumgüter werden dich höchstens kurzfristig befriedigen, bevor du wieder was Neues bestellen musst… Handlungen hingegen nutzen sich nicht so schnell ab, du kannst sie immer wieder tun und dich dabei freuen. Voraussetzung ist, du findest etwas, was dir wirklich Freude bereitet. Das kann etwas ganz Banales sein. Vielleicht macht dir Schreiben Spaß, vielleicht Stricken, lesen, vielleicht (solls geben!) deine Arbeit, vielleicht der Aufbau einer Modelleisenbahn, vielleicht schminken, vielleicht Spazieren gehen. Egal, was es ist, tu es! Das ist wichtig. Probiere verschiedene Sachen aus und mach jeden, ja, jeden(!) Tag etwas von dem, was du wirklich gern machst und seien es nur 5 Minuten. Und vielleicht tut dir auch eine ehrenamtliche Tätigkeit gut – womit wir fast beim Titel wären: Positiv denkt, wer Gutes tut. Die Wechselwirkungen guter Taten sind nicht zu unterschätzen. Während man Wertschöpfung für andere betreibt, kann man durchaus auch Wertschätzung erfahren. Das kommt natürlich immer aufs Gegenüber an.

3. Wenn möglich: Werde negative Einflüsse in deinem Leben los!

Dieser Tipp hat ne´n langen Bart, ich weiß. Und stößt nicht selten auf Widerstand, denn er ist manchmal sehr schwer umzusetzen. Hört dein Nachbar die ganze Zeit laute Musik und benimmt sich auch sonst wie eine Kettensäge im Plüschwarenhandel, ist Umzug eine Überlegung wert. Aber wenn die nächste Bleibe nicht so leicht zu organisieren ist, steht man erstmal da und der Nachbar zieht bestimmt nicht um, weil es bei dir so still ist 😉.

D.h. lese nochmal Punkt 1 bis 2 und kehre dann hierher zurück.

Nein, es ist leider sehr einfach. Ändere das, was du ändern kannst und prüfe, ob du das, was du nicht ändern kannst, vielleicht doch irgendwie ändern oder glätten kannst und vielleicht kannst du deinem bekloppten Nachbarn auch einfach mal die Meinung geigen oder zumindest die Hausverwaltung informieren, zuständige Leute, das Katasteramt vielleicht: “Sie haben hier 60 qm + ca. Einmeterachtzig zu viel! Bitte korrigieren!”

4. Humor und positives Denken im Alltag

Positives Denken im Alltag

Positives Denken im Alltag kommt nicht immer von Außen

Wann immer es möglich ist: Lache. Nimm dir zum Beispiel vor, dir jeden Tag mindestens einmal deinen oder deine Lieblingskomiker anzusehen. Am besten du erstellst eine Playlist mit lustigen Nummern und dann shufflest du die so durch, wenn du mal wieder durch bist. Positives Denken im Alltag auf einfache Weise zu wecken, ist so eine Methode, denn: Gerade bei deinen Lieblingswitzen und -komikern kannst du vermutlich gar nicht verhindern, dass du lachst und sich deine Stimmung ändert.

Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen: Humor ist Naturrecht. Die Lifestylegurus sagen immer: Atme! Atme! Atme in deine Mitte! Ja, na klar. Atmen ist wichtig. Sollte nicht abgeschafft werden. Aber vergiss nicht zu lachen, denn Lachen ist genauso unwillkürlich wie atmen. Du musst dich nicht zwingen zu atmen und du musst dich nicht zwingen, zu lachen. Du musst nicht gleich zum Lachyoga bei Ursel um die Ecke gehen. Du kannst auch einfach was Lustiges hören und schauen. Kannst trotzdem zu Ursel gehen – sie freut sich.

5. Gedankenhygiene – Achtung! Schwierig!

Alle vorherigen 4 Punkte und vermutlich auch Punkt 6 spielen hier mit rein.

Fokus auf die Gedanken legen – ja, mach das mal 10 Minuten lang. Für positive Gedanken sorgen – Ja, trotzdem wird´s knapp diesen Monat! Negative Gedankenmuster aussortieren – Ja, gut, ich sage nie wieder “nein”, reicht das? Lach doch mal! – Nö, gerade keine Lust.

Du merkst, da ist Druck unterm Kessel. Um den rauszunehmen, ist es wichtig, den Deckel abzunehmen. Es geht NICHT darum, die Gedanken zu kontrollieren. Es geht nur darum, zu kontrollieren, welchen Input du dir gibst. Deine Gedanken werden folgen.

Auch das kannst du nicht hundertprozentig beeinflussen. Du brauchst auch nicht alles in dir und in deinem Umfeld zu kontrollieren – das würde genau ins Gegenteil von dem führen, was du eigentlich erreichen willst. Ins freie Spiel der Kräfte kannst du nur einsteigen, indem du die Tendenz deiner eigenen Kräfte beeinflusst.

Dazu gehört es, Bullshit zu erkennen (Punkt 1 und 3) und diesen konsequent auszusortieren. Dazu gehört es, das zu tun, was dir guttut (Punkt 2 und 4) und wenn du jetzt noch einen Joystick für das innere Ballerspiel deiner Gedanken benötigst, dann lad dir diese Hypnose runter: Positiv denken.

Tatsächlich können wir mit regelmäßiger Massage unseres Unterbewusstseins unsere mentalen Prozesse neu ausrichten. Gedanken sind (wie) Schwingungen – sie resonieren mit dem, was sich durch sie ausdrückt. Sorgen wir für gute Inhalte.

6. Mit leichtem Gepäck ins Taxi

Taxis haben ja die Marotte, dich überall da hinzufahren, wo du willst; bezahlen musst du erst hinterher. Wenn du dir deine Gedankenwelt wie ein Taxi vorstellst, könnte das auch so funktionieren? „Wo soll´s hingehen?“ „Ja, guten Tag! Ich würde gern einmal ins Schlaraffenland und anschließend zum Chillout in die Good Vibes of Eternity Lounge.“ „Na klar! Warum kommen sie eigentlich erst jetzt? Ich stehe schon die ganze Zeit vor Ihrer Tür und warte darauf, das Sie einsteigen!“ „Öhm, weiß nicht, meine Tür war von außen abgeschlossen…“

Gut – lass uns kurz darauf konzentrieren, was mit dieser Metapher gemeint ist. Es geht darum, sich 5-10 Minuten zu nehmen, um darüber zu meditieren, wie sich gute Laune, wie sich positives Denken anfühlen. Unsere Gedankenwelt stellt uns daraufhin passende Assoziationen bereit. Die meisten von uns denken assoziativ, d.h. in Zusammenhängen, wir fügen zusammen, was gut zueinander passt. Wenn wir an einen LKW denken, kommen uns vielleicht Bilder von einer Autobahn in den Sinn, von Pommes mit Schnitzel, von dröhnenden Motoren…wir denken nicht an Sommerurlaub in der Toskana, weil das einfach viel zu weit weg vom Bild des LKWs entfernt liegt, auch wenn wir uns durchaus vorstellen können, dass ein vollbeladener LKW durch die Toskana fährt. Aber der macht da bestimmt keinen Urlaub.

So ähnlich funktioniert es, wenn wir an gute Gefühle denken. Liebe z.B.. Kommt nicht jeder sofort drauf, aber Liebe ist durchaus ein gutes Gefühl. Je mehr wir unsere Gedanken mit diesen Reizen anstoßen, desto mehr kommt an „ähnlichen“ Gedanken zurück. So kann man ganz leicht, aber wirkungsvoll ebenfalls seine Gedanken trainieren.

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